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Pfarreiengemeinschaft Fährbrück  > Kloster  > Klostergeschichte

Das Haus der ersten Stunde

1873 waren die Redemptoristen aufgrund der unerklärlichen Kulturgesetzte Bismarcks aus Fährbrück vertrieben worden. Die Redemptoristen aus Gars am Inn waren nur sechs Jahre in Fährbrück gewesen. Erst am 13. März 1867 waren Pater Ziereis, Pater Hofmann und Bruder Johannes Baptist Jennewein in das Mesnerhaus neben der Kirche eingezogen.

1868 hatten sie das Mesnerahaus zu klösterlichen Zwecken umgebaut. Es wurde seitdem „Klösterlein“ genannt. Eine dauerhafte befriedigende Lösung war das Klösterlein als Wohnsitz der Patres aber nicht. Es war eng, sonnenarm und feucht. Ein Neubau war dringend nötig.

So kauften die Redemptoristen von den drei Geschwistern Anna, Theres und Bärbel Hofmann ein Bauernhaus, in dem auch eine Gastwirtschaft war. Es lag an der gleichen Stelle wie das heutige Augustinerkloster. Die Redemptoristen rissen das Haus ab und bauen ein neues Kloster. Beziehen konnten sie ihr Kloster aufgrund der harten Maigesetze aber nicht mehr. Am 15. Juli 1873 nahmen sie Abschied von der liebgewordenen Gnadenstätte, „beweint vom ganzen katholischen Volk der Umgebung“.

Von 1873 – 1880 wurde die Wallfahrt wieder vom Pfarrer aus Hausen versehen. In dieser Zeit erwarb sich der Hausener Pfarrer Kaspar Rothenbucher große Verdiente um die Wallfahrtskirche. Er ließ sie ausmalen und einen neuen Gnadenaltar aufstellen. Bis zur Renovierung im Jahr 1948 war die Kirche bunt ausgemalt.

1880 berief  Pfarrer Kaspar Rothenbucher die Augustiner nach Fährbrück. Sie zogen in das neugebaute Kloster der Redemptoristen ein und übernahmen auch deren geistiges Erbe. Sie fühlten sich den Redemptoristen verpflichtet und bemühten sich, mit gleichem Eifer wie sie zu wirken und die Wallfahrt  zu fördern. Obwohl die Wohnungsfrage mit dem vor sieben Jahren errichteten Haus gelöst war, wurde die Niederlassung der Augustiner in Fährbrück vom Ministerium rechtlich zunächst nicht als selbständiges Kloster genehmigt. Es war eine Filiale des Augustinerklosters Münnerstadt. Erst am 6. April 1891 wurde die Klostergründung der Augustiner in Fährbrück offiziell als eigenständig bestätigt. Es gab allerdings folgenden Einschränkungen: Nur zwei Patres wurden zugelassen, außerdem durfte das Kloster keine Novizen aufnehmen.

Von Anfang an wollten die Augustiner den Neubau des Klosters von den Redeptoristen käuflich erwerben. Diese jedoch wollten es um keinen Preis hergeben, denn sie hofften, eines Tages wieder in ihr geliebtes Fährbrück zurück zu kehren. Erst als sich diese ihre Hoffnung nicht erfüllte, entschlossen sie sich zum Verkauf ihres Hauses. Es wurde am 15. Juni 1891 für 13.800 Mark geschätzt. Am 5. Januar 1893 wurde der Kauf vom Ministerium endlich genehmigt. Schon im Juli des gleichen Jahres errichteten die Augustiner einen Erweiterungsbau. Schließlich bekam das Kloster im Jahre 1934 seine heutige Form und Größe. Im Neubau wurde alsbald eine Vorbereitungsschule mit 25 Klosterschülern untergebracht. Die Schüler hatten bisher im alten Klösterlein neben der Kirche in armseligen Verhältnissen gelebt.

Nach Kriegsende und der Räumung des Kinder-Landverschickungslagers im Kloster Fährbrück zohen wegen Wohnungsnot in Würzburg 25 Ritaschwestern und Novizinnen in das Fährbrücker Kloster ein. Nachdem sich die Wohnungsnot 1946 etwas gebessert hatte, gingen die Ritaschwestern  wieder zurück nach Würzburg. In das Fährbrücker Kloster zogen wieder Schüler ein. Wegen Schülermangels wurde die Vorbereitungsschule in Fährbrück 1962 aufgelöst.

Heute sind die Augustiner des Klosters Fährbrück nicht nur für die Wallfahrts-Seelsorge zuständig sondern auch für sieben Kirchengemeinden rund um Fährbrück.Vom 1. März 1976 bis 23. Januar 2010 gab es den Pfarrverband Fährbrück, der sich aus fünf Pfarreien und zwei Filialen zusammensetzte.

In einem Festgottesdienst am 24. Januar 2010 in der Wallfahrtskirche Fährbrück hat Domvikar Christoph Warmuth von der Hauptabteilung Seelsorge im Bistum Würzburg im Namen von Bischof Friedhelm Hofmann die Pfarreingemeinschaft Fährbrück errichtet.

 

Die Pfarreiengemeinschaft Fährbrück besteht aus den gleichen Kirchengemeinden, die auch schon zum Pfarrverband Fährbrück gehörten. Das sind die Pfarrei St. Cyriakus, St. Laurentius und St. Maria Magdalena in Gramschatz, die Pfarrei St. Wolfgang in Hausen mit der Filiale St. Alban in Erbshausen-Sulzwiesen, die Pfarrei St. Vitus in Hilpertshausen mit der Filiale St. Nikolaus in Rupprechtshausen, die Pfarrei St. Lambertus in Opferbaum und die Pfarrei St. Ottilia in Rieden.