24. November 2009
Pfarrverbandsversammlung in Gramschatz
Einen historischen Moment erlebten die Mitglieder des bisherigen Pfarrverbands Fährbrück bei ihrer letzten Pfarrverbandsversammlung am 24. November im Bürgerhaus von Gramschatz. Nachdem der seit 1976 bestehende Pfarrverband Fährbrück im Zuge der Bildung von Pfarreiengemeinschaften in der Diözese Würzburg aufgelöst wurde, haben die fünf Pfarreien und ihre zwei Filialen eine neue Regelung ihrer künftigen Zusammenarbeit getroffen. Die zuständigen Priester sowie Vertreter der Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltung von fünf Pfarreien und zwei Filialen unterschrieben im Gramschatzer Bürgerhaus die Vereinbarung zur Zusammenarbeit in der künftigen Pfarreiengemeinschaft Fährbrück.
19 Personen unterzeichneten mit dokumentenechtem Stift und dem Siegel ihrer jeweiligen Kirchengemeinde eine „Vereinbarung zur Gestaltung der Zusammenarbeit“ mit dem Ziel, die Pfarreiengemeinschaft Fährbrück zu bilden. Gemeindereferent Christof Becker hatte die Vereinbarung zusammen mit den Priestern, den maßgeblichen Pfarrgemeinderäten und Kirchenverwaltungen erarbeitet und abgesprochen. Prior Pater Marcellus Jahnel und Annemarie Bausewein unterschrieben als bisherige Vorsitzende des Pfarrverbands Fährbrück die Vereinbarung zuerst.
Auch die Augustiner Pater Romuald, Pater Edmund und Pater Ladislaus setzten ihre Unterschrift auf das Papier, genauso wie Vertreter aus dem Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung der sieben Kirchengemeinden.
Die Vereinbarung geht nun zur Hauptabteilung Seelsorge in Würzburg zur Genehmigung der künftigen Pfarreiengemeinschaft.
Obwohl sich für die Pfarrei Gramschatz, Hausen mit der Filiale Erbshausen, Hilpertshausen mit der Filiale Rupprechtshausen, Opferbaum und Rieden aufgrund der langen gemeinsamen Zeit im Pfarrverband zunächst wenig ändern wird, war die Vertragsunterzeichnung ein feierlicher Akt, der mit Sekt angestoßen wurde und als neuer Aufbruch auf dem Weg in die kommende Zeit gesehen wird. „Ich bin zuversichtlich, dass wir das, was wir jetzt haben, lebendig halten und ausprägen werden“, meinte Prior Pater Marcellus. Vernetzungen untereinander seien „wichtig für unser Christsein und eine Ermutigung für die Zukunft“, sagte der Augustiner.
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| Die zuständigen Priester sowie Vertreter der Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltung von fünf Pfarreien und zwei Filialen unterschrieben im Gramschatzer Bürgerhaus eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit in der künftigen Pfarreiengemeinschaft Fährbrück. |
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Bilder von der letzten Pfarrverbandsversammlung finden Sie in der Bildergalerie.
24. Januar 2010
Bunte Glieder einer gemeinsamen Kette
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| Symbolische Kette - Ein Leib und viele Glieder. Von links: Daniela Kuther (Hilpertshausen), Christian Döppler (Rupprechtshausen), Hans-Dieter Sickinger (Rieden), Herbert Rügemer (Erbshausen-Sulzwiesen), Gemeindereferent Christof Becker Cornelia Weber (Hausen), Albert Wiesner (Gramschatz) und Peter Winkler (Opferbaum). |
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In einem Festgottesdienst am 24. Januar 2010 in der Wallfahrtskirche Fährbrück hat Domvikar Christoph Warmuth von der Hauptabteilung Seelsorge im Bistum Würzburg im Namen von Bischof Friedhelm Hofmann die Pfarreingemeinschaft Fährbrück offiziell errichtet.
Die Pfarreiengemeinschaft Fährbrück besteht aus der Pfarrei St. Cyriakus, St. Laurentius und St. Maria Magdalena in Gramschatz, der Pfarrei St. Wolfgang in Hausen mit der Filiale St. Alban in Erbshausen-Sulzwiesen, der Pfarrei St. Vitus in Hilpertshausen mit der Filiale St. Nikolaus in Rupprechtshausen, der Pfarrei St. Lambertus in Opferbaum und der Pfarrei St. Ottilia in Rieden. Domvikar Warmuth hat den sieben Vertretern der Kirchengemeinden die von Bischof Friedhelm ausgestellten Errichtungsurkunden überreicht.
Es mag so aussehen, als ob mit der Errichtung der Pfarreiengemeinschaft Fährbrück lediglich eine Namensänderung stattgefunden hätte. Schließlich waren die gleichen Kirchengemeinden vom 1. März 1976 bis zum 20. September 2009 schon gute 33 Jahre als Pfarrverband Fährbrück miteinander vereint und haben seitdem schon viele Gemeinsamkeiten entwickelt wie das Pfarrbüro im Augustinerkloster, Kommunion- und Firmvorbereitungen, die jährlichen Bittprozessionen und Kreuzwege, den Weltgebetstag der Frauen, Bibel- und Taufgespräche, die Publikation "Brücke" oder das Gregoriusfest. Dennoch ist es ein Neubeginn, ein bewusstes Bekenntnis zur bisherigen Zusammenarbeit und der Wallfahrtskirche als Mittelpunkt, mit neuen Vereinbarungen und hoffnungsvollem Aufbruch in Gottes Namen, der „durch tatkräftige Menschen Heil in die Welt bringen will“.
Domvikar Warmuth wünschte den Mitgliedern der Pfarreiengemeinschaft, dieses Heil Gottes selbst zu erfahren und weiterzugeben. „Heute und jeden Tag neu kommt es darauf an, dass sich Menschen in Gott verbunden wissen wie die Glieder eines Leibes“, nahm er Bezug auf die Schrifttexte des Tages. Im Lukas-Evangelium 1,1-4 und 4,14-21 berichtet der Evangelist davon, wie Jesus in der Synagoge von Nazareth das Wort des Propheten Jesaja auf sich bezog.
Jesus habe quasi sein Fünf-Punkte-Programm vorgestellt, das darin besteht, den Armen die frohe Botschaft zu bringen, den Gefangenen Entlassung zu verkünden, den Blinden mit dem Augenlicht das Aufblicken zu schenken, die Zerschlagenen in Freihei
t zu setzen sowie Kranke von ihren Leiden zu befreien und regelmäßig ein Gnadenjahr des Herrn auszurufen. Jesus wolle Menschen ihre ursprüngliche Schönheit und Würde wiedergeben. Er wünsche sich die Teilhabe aller Menschen an seinem Programm, damit Gottes Liebe und Nähe erfahrbar sei.
Die Verbundenheit miteinander stellten Vertreter der Kirchengemeinden zusammen mit Gemeindereferent Christof Becker mit bunten Papierstreifen und einer symbolischen Kette dar. So wie die das verschiedene farbige Papier habe jedes Mitglied seinen eigenen Charakter. Und doch bilden sie eine Einheit als Kette, wie beim Schrifttext aus dem Korintherbrief, in dem der hl. Paulus vom einen Leib und den vielen Gliedern spricht.
Die Augustiner Pater Edmund Popp, Ladislaus Duda, Marcellus Jahnel und Romuald Grzonka zelebrierten als Seelsorger der Pfarreiengemeinschaft Fährbrück den Errichtungsgottesdienst mit. Bevor die festliche Messfeier mit den Gesängen „Großer Gott, wir loben dich“ und dem Fährbrücker Wallfahrtslied endete, äußerte Pater Marcellus als Leiter der Pfarreiengemeinschaft mit leidenschaftlichen Worten seinen Wunsch, die Menschen in den einzelnen Kirchengemeinden möchten Verantwortung in der Kirche Gottes übernehmen und beispielsweise für die anstehenden Pfarrgemeinderatswahlen kandidieren.
Gemeindereferent Christof Becker und Lektorin Annemarie Bausewein aus Rieden teilten am Ende des Gottesdienstes Apfelringe an die Kirchenbesucher aus, damit die Bedeutung der einzelnen Glieder noch einmal sichtbar wurde. Gemeindereferent Becker hatte sich um alle Regularien zur Vorbereitung der Gründung der Pfarreiengemeinschaft gekümmert und auch den Gottesdienst vorbereitet. Die Fürbitten im Errichtungsgottesdienst haben Vertreter aus den Kirchengemeinden übernommen und drei Firmlinge trugen kleine Texte zur Besinnung vor.
Wie arm wäre die Welt,
würde keiner den anderen brauchen
und jeder nur noch sich selbst begnügen.
Wie arm wäre die Welt,
würde keiner mehr die Not des anderen sehen
und jeder nur noch sich selbst.
Wie arm wäre die Welt,
würde keiner mehr an Dich glauben, Gott,
und jeder nur an sich selbst.
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