Fährbrücker WallfahrtsliedVor genau 70 Jahren, im August 1935, ist das alte Fährbrücker Wallfahrtslied wahrscheinlich erstmals im Druck erschienen. Es hatte zwölf Strophen. Später hat man das Wallfahrtslied umgeschrieben, verkürzt, „modernisiert“, so dass es heute nur noch fünf Strophen kennt. Inhaltlich geht der Text heute nicht mehr auf die Sage vom Gregoriusstein und auf das Skapulierfest ein. Zur Erinnerung an die ursprünglichen Strophen wollen wir den alten Text wieder einmal veröffentlichen. Fährbrücker Wallfahrtslied (Melodie „Maria zu lieben“)
1. Verborgen und stille im fränkischen Gau spend`t Gnaden in Fülle die himmlische Frau. Willst Gnade auch finden, so wall nach Fährbrück. Die Lieb` wird dort zünden, kehrst leer nicht zurück. Ref.: O Mutter der Liebe, nach dir geht der Blick es zielen die Triebe nach dir in Fährbrück. 2. Willst mehr du noch wissen von unserem Glück, lass dich`s nicht verdrießen und wall` nach Fährbrück. Dort steht im Gefilde die Kirche ganz grau, drin findest im Bilde die liebvollste Frau. O Mutter der Liebe ... 3. Fährbrück, schon dein Name geheimnisvoll ist, bist gleichsam der Rahmen für`s Werk Jesu Christ. Ist denn nicht die Brücke Maria für Gott auf der er zum Glücke zu uns kam in Not? O Mutter der Liebe ... 4. Ja wendet die Blicke, die ihr hier einkehrt, hinauf zu der Brücke auf der herabfährt ein Gott voll Erbarmen zu unserem Glück. O lasst uns erbarmen beim Namen Fährbrück. O Mutter der Liebe ... 5. Es haben erfahren, so sagt die Legend`, seit tausend von Jahren die Waller ohn`End`, dass auf dieser Brücke herab geschwind fährt Gott immer zum Glücke, wenn Glaube einkehrt. O Mutter der Liebe ... 6. Ja wendet die Blicke zur Mutter hinauf. Sie ist auch die Brücke zum irdischen Lauf. Sie hat in den Händen ein braun Skapulier und will es zuwenden als starkes Panier. O Mutter der Liebe ... 7. Dies schützet die Kinder Mariens gar sehr, sie schöpfen geschwinde vom gnadvollen Meer. Wie Gott sie erkennet an dem Skapulier, so flieht auch und rennet die Schlang` vorm Panier. O Mutter der Liebe ... 8.Ja, wendet die Blicke zu dem Skapulier. Es ist euch zum Glücke im Tod noch Panier. Und habt ihr`s erhalten seid dankbar und treu. Wollt nimmer erkalten, Maria steht bei. O Mutter der Liebe ... 9. Ja, wendet die Blicke zum Dank noch zurück in euerem Glücke zur Hilf` in Fährbrück. Und bringt auch die Kunde vom heiligen Stein, den noch bis zur Stunde die Kirche schließt ein. O Mutter der Liebe ... 10. Er heilte die Fieber und andere Plag`. Sein Wasser nie trübte, so meldet die Sag`. Er schwitzte beständig sein Wasser hervor und war wie lebendig beim Kirchlein am Tor. O Mutter der Liebe ... 11. Die heilsame Quelle beim Kirchlein am Tor war gleichsam die Schelle des heil`gen Gregor. Er sagte den Leuten: Die Wasser nie trüb Maria bedeuten mit all ihrer Lieb`. O Mutter der Liebe ... 12. Noch immer sie gehen zum heiligen Stein und schöpfen in Wehen sich Wasser dort ein. Ergießen die Herzen vor Mutter und Sohn und lindern die Schmerzen und singen in Wonn`. O Mutter der Liebe ...
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